FDP-Präsident von Hergiswil darf mehr Zähne zeigen

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Guido Thalmann begrüsst die Gäste am FDP Brunch

Der Präsident der FDP Hergiswil

Hergiswil, Chilezentrum, 28. Februar 2010, FDP-Brunch. Der FDP-Präsident von Hergiswil, Guido Thalmann, spricht zu den ca. 100 Gästen am FDP-eigenen Brunch.

“Wie war der Auftritt von Guido Thalmann aus rhetorischer Sicht?”

Positiv sind mir aufgefallen:

  • Vorbereitung: Guido Thalmann schien vorbereitet. Er hatte seine Notizen auf eine A6-grosse Karte geschrieben und hielt diese in den Händen. Noch besser: Die Notizen vor sich auf den Tisch legen.
  • Inhalte: (a) Gleich von Beginn an erwähnte Herr Thalmann was das Ziel der Veranstaltung ist. (Neue Mitglieder gewinnen.) (b) Er hat die Gäste aufgefordert am Abstimmungssonntag stimmen zu gehen. (c) Er hat in die Zukunft geschaut. Bei diesem Ausblick hat er auf die bevorstehenden Kommunalwahlen hingewiesen.
  • Blickkontakt: Er hat den Gästen in die Augen gesehen. Empfehlung: Weiter so.

Mögliche Verbesserung / Ideen:

  • Inhalte: Die Inhalte haben sich nur auf organisatorische Aspekte beschränkt. Kein Wunder empfinden Zuhörer eine Rede als langweilig.
    Empfehlung: Da muss Salz und Pfeffer rein. Zähne zeigen. Die politischen Positionen wenigstens in einem Satz erwähnen. Eine persönliche Geschichte erzählen. (Ich habe gerade letzte Woche …; Der 1. FDP-Brunch hat ganz klein angefangen und heute …)
  • Wortwahl: “Ich möchte Sie eigentlich motivieren …” “Das ist eigentlich alles zu den Wahlen.”
    Empfehlung: Herr Thalmann muss mehr Stellung beziehen. Den Konjunktiv “möchte” ersetzen mit dem Indikativ und das Füllwort “eigentlich” streichen: “Ich will Sie motivieren.” “Das ist alles zu den Wahlen.” Das gibt dem Gesagten mehr Überzeugungskraft.
  • Letzter Satz: “Besten Dank und viel Vergnügen.”
    Empfehlung: Es bringt viel mehr eine Rede mit seiner Hauptbotschaft zu beenden. In diesem Fall so oder ähnlich: “Werden Sie Mitglied der FDP!”

Fazit:

Guido Thalmann bringt wichtige Voraussetzungen für einen guten Redner mit. Allerdings muss da noch einiges mehr an “Obama” rein.

Auf der Skala von 1 (zu Hause bleiben) bis 10 (Weltmeister): 4

Skipwith-Radar

Neben den genannten Stärken und Schwächen gibt es noch mehr Aspekte, welche betrachtet werden können. Diese sind im Skipwith-Radar zusammengefasst. Der Skipwith-Radar erlaubt die Präsentation im Detail zu analysieren. (Die elektronische Version des Skipwith-Radars gibt es auf www.descubris.ch als Arbeitsblatt zum selber benutzen.)

Hier die Auswertung für Guido Thalmann. Gesamtnote: 4

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Eine Null bei einem Aspekt bedeutet: Der Aspekt wurde nicht eingesetzt. Das kann eine Anregung sein, in diesem Bereich beim nächsten Mal etwas zu machen, ist aber nicht zwingend.

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