Pierin Vincenz: Ein Bündner im Zürcher Haifischbecken

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Zürich, Zunfthaus zum Rüden, 17. Sept. 2014, 13:19 – 13:48 Uhr. Organisiert vom HSG Alumni Lunch Club.

Dr. Pierin Vincenz, CEO Raiffeisen Gruppe, St. Gallen: “Erfolgsstrategien für den Schweizer Finanzplatz”

Inhaltliches Fazit des Referats: Die Schweiz wird im In- und Ausland den automatischen Informationsaustausch nicht weiter verhindern können. Trotzdem wird die Schweiz ein wichtiger Finanzplatz bleiben, zumal es in Zukunft nur noch versteuerte Gelder geben wird.

Thema dieses Blog-Beitrags: “Wie war der Auftritt von Pierin Vincenz aus rhetorischer Sicht?” (Eine kurze Einschätzung zur Rhetorik: 3 positive Aspekte, 3 Verbesserungspotentiale.)

Positiv sind mir aufgefallen:

  • Folien: Ein Genuss. Selten gesehen, dass die Folien den Referenten unterstützen, statt ersetzen. Anbei ein paar Beispiele. (Vermutlich haben er oder sein Assistent das Buch „presentationzen“ von Garr Reynolds gelesen.)

Folie GeldFolie GreenbacksFolie Schnelles Geld Folie Filialnetz Raiffeisen Schweiz

Humor: Er hat es geschafft, das Publikum 9 Mal richtig zum Lachen zu bringen. Chapeau. Trotz schwierigem Thema. Insbesondere als er darauf aufmerksam machte, dass es für Vertrauen zwei Dinge braucht: Sympathie und Kompetenz. Der Büdner hat nach landläufiger Meinung viel Sympathie, aber wenig Kompetenz. Der Zürcher hingegen viel Kompetenz, aber wenig … Der Satz musste er nicht zu Ende bringen. Das Publikum hat ihn mit grossem Gelächter quittiert.

  • Blickkontakt: Über weite Strecken (90%) toll.

Pierin Vincenz in offener Haltung. Pierin Vincenz insistiert.Pierin Vincenz mit dem Arm im Licht Pierin Vincenz mit dem Rücken zum Publikum

Mögliche Verbesserung / Ideen:

  • Interaktion: Eine Variante (über den Blickkontakt hinaus) ist immer auch eine Interaktion mit dem Publikum zu planen.
  • Schluss I: Leider habe ich beobachtet wie er den Schluss von seinen Notizen am Rednerpult abgelesen hat. Schade. Gerade der Schluss sollte so souverän wie der Rest der Rede sein.
  • Schluss II: Pierin Vincenz hat sein Referat mit der Formel „Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“ beendet. Höflich, aber besonders prägnant. Empfehlung: Die Hauptbotschaft nochmals wiederholen. Ein Beispiel, welches wir aus der Werbung kennen: „Es gibt viel zu tun, packen wir’s an. Esso“

Fazit:

Fast ausschliesslich ein Seh- und Hörvergnügen. Von Pierin Vincenz kann jeder viel lernen.

Auf der Skala von 1 (zu Hause bleiben) bis 10 (Weltmeister): 9

 

P.S.: Weitere Tipps gibt es im Buch „Der Wurm muss dem Fisch schmecken“.

Der Wurm muss dem Fisch schmecken von Thomas Skipwith

Der Wurm muss dem Fisch schmecken

Mit Power präsentieren und rhetorisch punkten

von Thomas Skipwith und Reto B. Rüegger

Verlag Orell Füssli, 2. Auflage, 2012

Bestellen bei www.descubris.ch

Thomas Skipwith, Speaker, Trainer, Coach, Rhetorik-Europameister

Thomas Skipwith

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