Dr. Jörg Reinhardt, VR-Präsident Novartis : Raus aus der Komfortzone

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Zukunft braucht Mut zur Veränderung

Zürich, Kaufleuten, 29. Oktober 2015, 18:05 – 18:35 Uhr. Organisiert von der Zürcher Volkswirtschaftlichen Gesellschaft ZVG. Von Thomas Skipwith.

Raus aus der KomfortzoneDie Worte „Raus aus der Komfortzone“ sind zwar nie gefallen, wären aber meines Erachtens ganz im Sinn des Referenten gewesen. Dr. Jörg Reinhardt hat argumentiert, dass die Schweiz immer gut daran getan hat, sich pragmatisch an die äusseren (und inneren) Umstände anzupassen. Dies insbesondere im Hinblick auf die Wirtschaft. So hat er auch die Unternehmenssteuerreform gelobt. Seines Erachtens sollte die Schweiz weiterhin darauf achten, dass sie das Misstrauen gegenüber der Wirtschaft reduziert,  die notwendigen ausländischen Arbeitskräfte zulässt und wieder auf den Pfad der Reformen zurückfindet, sodass der Wohlstand beibehalten werden kann. Insbesondere im Angesicht des zunehmenden Drucks aus der EU, den USA und dem starken Franken.

Jörg Reinhardt aus rhetorischer SichtThema dieses Blog-Beitrags: “Wie war der Auftritt von Chairman Jörg Reinhardt  aus rhetorischer Sicht?” (Eine kurze Einschätzung zur Rhetorik: 3 positive Aspekte, 3 Verbesserungspotentiale.)

Positiv sind mir aufgefallen (und noch vieles mehr):

  • Klar Stellung beziehen: Dr. Jörg Reinhardt hat gleich im Titel seine Hauptbotschaft mitgeteilt: „Zukunft braucht Mut zur Veränderung“.
  • Captatio benevolenciae: Sein Einstieg war humorvoll. Er hat Bezug zum Moderator und zum Ort der Veranstaltung genommen: An einer GV soll er einmal die Zürcher Kantonalbank ZKB mit der Basler Kantonalbank BKB verwechselt haben. (Die Rivalität zwischen Basel und Zürich lässt sich immer wieder für einen Einstieg brauchen.)
  • Wortwahl: Er hat klare, wenn auch anfechtbare Aussagen, von sich gegeben, z.B. „… solche Ansichten greifen zu kurz.“ Ausserdem hat er Wünsche geäussert. Nicht: „Wir müssen …“, sondern „Da würde ich mir wünschen …“. Auf diese Weise holt er mehr (auch skeptische) Zuschauer ab.

Jörg Reinhardt aus rhetorischer Sicht

Mögliche Verbesserungen / Ideen:

  • Ablesen: Wer in den ersten 3 Sätzen den Dank ans Publikum vom Manuskript abliest, vergibt sich eine Chance.
  • Blickkontakt: Bei den Fragen und Antworten hat Jörg Reinhardt guten Blickkontakt zum Publikum gemacht. Davon wünsche ich mir während des Referats mehr.
  • Schluss: Der Schluss kam überraschend („… damit möchte ich schliessen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“) Empfehlung: Den Schluss ankündigen. Dann eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte machen. Dann den letzten Satz sprechen.

Fazit: Ein ruhiges, bedachtes Referat. Guter Einstieg, weniger guter Schluss.

Auf der Skala von 1 (zu Hause bleiben) bis 10 (Weltmeister): 8

Skipwith-Radar

Neben den genannten Stärken und Schwächen gibt es noch mehr Aspekte, welche zur Beurteilung der Rhetorik und Präsentationstechnik betrachtet werden können. Diese sind im Skipwith-Radar zusammengefasst. Der Skipwith-Radar erlaubt die Präsentation im Detail zu analysieren. (Den Skipwith-Radar gibt’s gratis auf www.descubris.ch)

Skipwith Radar Joerg Reinhardt Novartis

 

Die häufigsten FehlerDie häufigsten Fehler beim Präsentieren

Möchten Sie wissen, welches die häufigsten Fehler beim Präsentieren sind?

Gratis bei www.descubris.ch

 

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