Herbert Bolliger: Die Migros als das Rundum-Sorglos-Paket

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Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion, Migros-Genossenschafts-Bund: „Die Dynamik im Handel: Globalisierung, Regionalisierung, Digitalisierung – es bleibt alles anders“

Kaufleuten Zürich, 05. Okt. 2016, 18:05 – 18:47 Uhr. Organisiert von der Zürcher Volkswirtschaftlichen Gesellschaft ZVG.

Herbert Bolliger blickt auf den Bildschirm des Laptops statt ins PublikumHerbert Bolliger hat einen spannenden Einblick in den Detailhandel der Schweiz gegeben. Im Zuge dessen hat er den Auslandseinkauf der Schweizer und die Entwicklungen im Online Handel thematisiert. In den letzten 20 Minuten ging er konkret auf die Migros ein. Insbesondere, wen wundert es, kämpft der Detailhandel mit dem günstigeren Angebot im umliegenden Ausland. Jeder 10. Schweizer Franken ist bereits dorthin abgewandert. Es ist ihm ein Dorn im Auge, dass ein Schweizer für Einkäufe unter CHF 300.- die ausländische Mehrwertsteuer zurückerhält. Das verbilligt das Herbert Bolliger blickt auf die Leinwand statt ins PublikumAngebot beispielsweise in Deutschland im Non-Food-Bereich um 19%. Zusätzlich schwierig ist die Konkurrenz aus dem Online Handel. Diesbezüglich hat sich die Migros entschieden das Feld nicht anderen zu überlassen, sondern mit Galaxus und digitec selbst gross in diesem Geschäft mitzumischen. Gemäss seinen Aussagen erfreuen sich die verschiedenen Geschäftsbereiche nicht mehr traumhafter Zuwachsraten wie noch vor 2008, sondern konnten sich wenigstens halten oder minimal steigern. Insgesamt konnte ich mich nicht des Eindruckes erwehren, dass die Migros das absolute Rundum-Sorglos-Paket anbieten will. Neuerdings wird sie sogar mit Medbase eine Kooperation für medizinische Dienstleistungen anbieten.Herbert Bolliger blickt auf seine Folienausdrucke statt ins Publikum

Thema dieses Blog-Beitrags: “Wie war der Auftritt von Herbert Bolliger aus rhetorischer Sicht?” (Eine kurze Einschätzung zur Rhetorik: 3 positive Aspekte, 3 Verbesserungspotentiale.)

Positiv sind mir aufgefallen (u.a.):

  • Titel: 3 Worte davon hören alle mit -alisierung auf. Widerspruch in „… – es bleibt alles anders“. Witzig, weckt Neugierde. Weiter so.
  • Verve: Beim Thema Volksinitiativen ist er richtig in Fahrt gekommen. Freie Rede. Blick ins Publikum. Bitte mehr davon.
  • Humor: In der Zusammenfassung hat er geschickt nochmals witzige Themen aufgenommen, die er während der Präsentation angesprochen hat: Tätowierungen einer Mitarbeiterin, das Bienen-Versprechen und das Parkplatz-Problem von Frau Ribar in Rüschlikon.

Herbert Bolliger hält die Arme verschränkt.Mögliche Verbesserung / Ideen:

  • Ablesen: Gefühlte 80% seines Blicks waren auf den Folien, dem Laptop und den Folienausdrucken. Empfehlung: Mehr Blickkontakt mit dem Publikum machen.
  • Redefluss: Herbert Bolliger hatte ganz oft „einen Sprung in der Platte“, ganz oft einen Sprung in der, in der Platte. Empfehlung: Weniger Worte und weniger Satzteile wiederholen.
  • Verschränkte Arme: Die verschränkten Arme bei der Beantwortung der Fragen sollten nicht sein. (Siehe Foto)

Fazit:

Ein bodenständiges Referat mit Höhen und Tiefen.

Auf der Skala von 1 (zu Hause bleiben) bis 10 (Weltmeister): 7

 

 

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Die häufigsten FehlerDie häufigsten Fehler beim Präsentieren

von Thomas Skipwith

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Thomas Skipwith, Speaker, Trainer, Coach, Rhetorik-Europameister

Thomas Skipwith

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